„Unsere Kirche braucht dringend mehr Humor“

„Wir brauchen ein bisschen Magie und viel Humor in unseren Kirchengemeinden“, sagt Ludger Hoffkamp. Als Clown Kampino gastierte er am Freitagabend in der Stiftung Haus Lindenhof in Bettringen beim Tag der Kirchengemeinderäte des katholischen Dekanatsbezirks Schwäbisch Gmünd. Zum Abschluss der Legislaturperiode hatte Dekan Robert Kloker, sowie die beiden Dekanatsreferenten Tobias Kriegisch und Martin Keßler zu dem tollen, amüsanten, auch nachdenklich stimmenden Abend eingeladen.

„Es ist Wahnsinn, ich verstehe es auch nicht“, schmunzelt Clown Kampino kopfschüttelnd in sich hinein und lässt einen Tisch mühelos schweben, Tücher verschwinden und wiederauftauchen oder macht aus einer Martini-Flasche plötzlich sieben. Ungläubig schütteln die rund 100 Kirchengemeinde- und Pastoralräte die Köpfe und sind einfach begeistert von den atemberaubenden Tricks des Künstlers.

Ludger Hoffkamp ist eigentlich Theologe und Seelsorger. Er absolvierte Ausbildungen zum Gestaltpädagogen und ist als Klinikclown, Zauberer, Jongleur oder Gaukler unterwegs. Außerdem ist er Klinikclown für die von Eckart von Hirschhausen gegründete Stiftung „Humor hilft heilen“. Und einen Eindruck davon, wie das funktionieren kann, gibt Ludger Hoffkamp an diesem Abend.

Er blickt mit den Kirchengemeinderäten auf die letzten fünf Jahre zurück und hat die passenden Tricks parat. „Als Kirchengemeinderat sind sie Schnittstelle von der Kirche zur Gemeinde“, stellt Kampino in den Raum. Der Seiltrick, der aus einem einzigen viele kleine macht, gehört dazu. Oder er zaubert aus einem Schirm mit bunten Tüchern ein offenes Gestell, an dem die Tücher lose hängen. „Wer nicht ganz dicht ist, ist offen“, kommentiert der Künstler. Oder: „Vor 2000 Jahren hat auch so ein Spinner gelebt“. Ludger Hoffkamp bezieht das Publikum mit ein, lernt scheinbar spielerisch mal schnell die Vornamen aller Anwesenden und die Berufe dazu. Wahnsinn.

Lachen, das steht bei ihm im Vordergrund. Lachen und gute, intelligente Unterhaltung. Kampino: „Man hat herausgefunden, dass Menschen, die lachen, sieben Jahre länger leben. Also lachen sie viel, dann können sie länger Kirchengemeinderat bleiben“.

Nicht enden wollender Applaus gehörte Ludger Hoffkamp, im Übrigen ein Studienkollege von Dekan Robert Kloker. Dieser dankte nicht nur dem Künstler, sondern besonders den Kirchengemeinderäten, die in den letzten fünf Jahren ihren Dienst getan haben. Für sie ist dieser Abend, der in allen drei Dekanatsbezirken stattgefunden hat, organisiert worden.

24.11.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk

Fotos: Schwenk