Leben im Licht des Evangeliums

Es gibt einen Platz in der Ellwanger Basilika St. Vitus, der ist nach wie vor sehr beliebt. Es ist ein Ort der Andacht und des stillen Gebets: das Grab von Pater Philipp Jeningen (1642-1704). In der kleinen Seitenkapelle beginnt jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober die Wallfahrt mit Gläubigen aus dem Dekanatsbezirk Ellwangen-Neresheim. Weihbischof Dr. Gerhard Schneider freute sich, bei dieser schönen Tradition dabei zu sein.

Weiße Rosen und Kerzen bringen die Wallfahrer mit in die Basilika. Vor dem Bildnis von Philipp Jeningen sollen sie ein Ausdruck seiner Verehrung sein. „Wir können von Pater Philipp Jeningen lernen, das Leben im Licht des Evangeliums zu deuten“, sagt Weihbischof Schneider. Er sei fasziniert von dieser Persönlichkeit, der es schaffte, seine Sehnsucht in Kraft und Liebe zu verwandeln. „Er wollte eigentlich hinaus in die Welt und als Missionar tätig sein, doch es war nicht möglich“, lässt Schneider wissen. Daran sei er jedoch nicht verzweifelt. Vielmehr habe er erkannt, wie Gott in seinem Leben wirkt. „Er war ein Zeuge gelingenden Lebens“, so der Weihbischof. Obwohl Philipp Jeningen kein großer Prediger gewesen sei, sei er erfüllt gewesen vom Evangelium. Dies wünscht der Weihbischof auch der großen Anzahl der Gläubigen in der Basilika.

Der stellvertretende Dekan, Pater Jens Bartsch, und Pfarrer Michael Windisch zelebrierten den Gottesdienst gemeinsam mit einer großen Zahl von Geistlichen aus dem Dekanatsbezirk. Den festlichen Charakter steuerte der Stiftschor bei, der mit Dekanatskirchenmusiker Thomas Petersen an der Orgel eine französische Messe sang.

Ihren Dank an die Wallfahrer und alle, die den Gottesdienst mitgestaltet haben, drückte die Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates St. Vitus, Christine Eberle, aus. Die Wallfahrt zum „guten Pater Philipp“ sei eine wertvolle Tradition und bringe Menschen aus dem ganzen Ostalbkreis zusammen. Im Philipp-Jeningen-Heim gab es nach dem Gottesdienst eine schöne Einkehr.

07.10.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk