Ein herzliches „Ja“ zu Aalen

Aalen hat einen neuen Pfarrer. Die katholische Seelsorgeeinheit Aalen freut sich mit ihren rund 14.000 Katholiken über die Einsetzung von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier. Der 58-Jährige tritt damit die Nachfolge des vor zwei Monaten verabschiedeten Dr. Pius Angstenberger an. „Ich bin offen für die Menschen in dieser Stadt und sage ein herzliches ‚Ja‘ zu Aalen“, so Pfarrer Sedlmeier beim Investiturgottesdienst am Sonntagnachmittag in der Salvatorkirche.

Die Salvatorkirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt an diesem herrlichen Sonntagnachmittag, der für die Katholiken der Stadt mit ihren fünf Gemeinden, die Zeit der Vakanz beendet. Wolfgang Sedlmeier heißt der neue Pfarrer, der von Bischof Dr. Gebhard Fürst zum leitenden Pfarrer der Seelsorgeeinheit ernannt wurde.

Er wolle festhalten am Gebet, das Wort Gottes als Inspirationsquelle nutzen und für die Menschen hier da sein. „Ich komme aus Paris, einer großen Stadt mit einer kleinen Gemeinde“, meint Pfarrer Sedlmeier. Zehn Jahre lang leitete er in Paris die deutsche Gemeinde und zu seiner Investitur, die der stellvertretende Dekan Andreas Macho vorgenommen hat, ist auch eine Delegation gekommen. „Sie bekommen einen guten Gemeindeleiter“, verspricht der Président du conseil paroissal, Alexander von Janta-Lipinski. Die zweite Vorsitzende der Seelsorgeeinheit Aalen, Angelika Barthelmess, freut sich bereits auf den gemeinsamen Weg, der momentan durch große Bauprojekte führen werde.

Der evangelische Dekan Ralf Drescher wünscht sich, dass die beiden christlichen Kirchen „Seite an Seite“ stehen. „Wir wollen nicht das Trennende betonen, sondern das, was uns verbindet“, sagt Drescher.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler zeigt sich froh darüber, dass „die Lücke, die Pius Angstenberger hinterlassen hat, so schnell wieder geschlossen werden konnte“. „Rein historisch gesehen sind sie in der Stadt mit den besten, historischen Beziehungen nach Rom gelandet“, vermerkt Rentschler augenzwinkernd. Die Stadt und die Kirche hätten viele gemeinsame Ziele, die in der Integration von Flüchtlingen, den karitativen Aufgaben und den Kindergärten lägen.

Der Gottesdienst fand eine herrliche musikalische Begleitung durch die fünf Chöre der Seelsorgeeinheit und einen kleinen französischen Chor. An der Orgel begeisterte einmal mehr Organist Konrad Bader, vor allem mit der Toccata von Albert Raunaud, die die Kirchenbesucher nach draußen zum Stehempfang im Salvatorheim begleitete.

2017-03-26/Dekanat Ostalb/Sibylle Schwenk