Religionsunterricht ist mehr als ein Schulfach

Verleihung der Missio canonica durch Weihbischof Matthäus Karrer

Sie stehen vor ihren Schülerinnen und Schülern und unterrichten das, wofür sie auch selbst einstehen und woran sie glauben: Religionslehrerinnen und –lehrer. Deshalb ist dieser Dienst ein ganz besonderer. Die Beauftragung, über den Glauben zu reden und zu unterrichten, haben am Sonntagvormittag knapp 100 Lehrerinnen und Lehrer der katholischen Religion erhalten. Weihbischof Matthäus Karrer hat die Missio canonica in der Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis verliehen.

Weiterlesen …

Wort zum Sonntag – Pfarrer Andreas Macho

Es soll jetzt nicht um überflüssige Pfunde gehen, sondern um den Rhythmus von Tag und Nacht. Wir haben Sommersonnenwende. Die Tage sind am längsten und nehmen von nun an wieder ab, was die Sonnenstunden angeht. An Weihnachten herum wird es dann wieder heller.

Dieser Kreislauf der Natur spiegelt sich im Kirchenjahr. An diesem Sonntag feiern wir nämlich das Geburtsfest Johannes des Täufers. Dieser Geburtstag ist kein historisches Datum, sondern will zeigen: Johannes weist auf den hin, der das eigentliche Licht bringt. In einem halben Jahr ist das dann wieder so weit, wenn wir an Weihnachten die Geburt des Erlösers feiern.

„Er muss wachsen, ich aber geringer werden“ (Joh 3, 30). Johannes, an dessen Geburt wir zur Sommersonnenwende erinnern, macht mit dieser Aussage deutlich, dass nicht er selbst im Mittelpunkt steht. Er zeigt uns, wie das geht, dass man nicht einseitig um sich selber kreist. Wir dürfen loslassen. Geringer werden, „abnehmen“ können wir in dem Sinn, dass wir uns über das eigene Ego hinaus ausrichten auf Jesus Christus, der von sich sagt „ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12).

Im Auf und Ab der Welt, im Hin und Her der eigenen Biographie mit all dem, was es da gibt an Beglückendem, aber auch an Schwierigkeiten, dürfen wir uns fest machen in Jesus Christus. Das befreit und entlastet, wie folgende Anekdote berichtet: „ein neugeweihter Bischof beklagte sich in einer Privataudienz bei Papst Johannes XXIII., dass die Verantwortung seines neuen Amtes ihn nicht mehr schlafen lasse. „Oh!“, sagte Johannes in mitleidsvollem Tone, „mir ging es in den ersten Wochen meines Pontifikats genauso, aber dann sah ich einmal in einem Wachtraum meinen Schutzengel, der mir zuraunte: „Johannes, nimm dich nicht so wichtig…“ Seitdem schlafe ich wieder.“

40 Jahre Telefonseelsorge – Veranstaltung mit Viktor Staudt 21. Juni 18.00 Cafe Rosmarie Aalen

 „Wenn es nur eine Person gibt, die nach der Lektüre des Buches zu sich sagt: ‚Ich glaube, ich werde mich doch nochmal auf die Suche nach Hilfe begeben‘, dann hat es sich schon gelohnt“. Das sagt Viktor Staudt, Autor des Buches „Die Geschichte meines Selbstmordes“.

Am 21. Juni ist er um 18.00 Uhr Gast der Telefonseelsorge sowie des Katholischen Dekanats Ostalb und wird aus seinem Buch lesen. Anschließend wird er mit den Gästen ins Gespräch kommen. Viktor Staudt, Überlebender eines Bahnsuizids, hat mit seinem Buch das Thema Angstzustände und Depression bis hin zum Selbstmordversuch aus der Tabuzone geholt. Er ist seitdem gefragter Gast in verschiedenen Fernseh- und Radiosendungen.

2018 06 21_Plakat Staudt

Weiterlesen …