Philipp-Jeningen-Wallfahrt 2018

Das Licht in die Welt bringen durch das Evangelium – das war das Ansinnen von Pater Philipp Jeningen. Sein Grab in der Basilika St. Vitus in Ellwangen ist aus diesem Grund nach wie vor ein beliebter Wallfahrtsort. Am Sonntagabend trafen sich rund 70 WallfahrerInnen aus dem Dekanatsbezirk Ellwangen/Neresheim, um dem „guten Pater Philipp“ einen festlichen Gottesdienst zu widmen.

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Kerzen stehen vor seinem Bildnis auf den Altartreppen der Basilika. Die WallfahrerInnen haben sie beim Einzug in die Kirche mitgebracht und weiße Rosen, um ihn zu verehren. Zuvor hielten sie Andacht an seinem Grab. „Pater Philipp hat das Evangelium zu den Menschen und damit das Licht zu ihnen gebracht“, begrüßt der stellvertretende Dekan, Pater Jens Bartsch, die große Festgemeinde. Der ehemalige Domkapitular, Prälat Hubert Bour, ist gemeinsam mit „Hausherr“ Pfarrer Michael Windisch mitten in einer großen Anzahl von Konzelebranten aus dem Dekanat Ostalb, und hält die Predigt. „Wenn es den Menschen gut geht, fragen sie weniger nach Gott“, zitiert Bour aus einer großen Tageszeitung. Gott wolle von den Menschen geliebt werden. „Es geht nicht darum, was ER mir bringt, sondern was ER mir ist“, führt Bour aus. Gott wolle Barmherzigkeit und keine Opfer, eine gerechte, soziale und freiheitliche Ordnung. „Das Reich Gottes, das Jesus verkündet, ist ein Reich der Liebe und des Friedens“. Pater Philipp Jeningen habe für ihn deshalb eine so große Bedeutung, weil er dem Wort folge: „Der ist der Größte in der Welt, der Gott am meisten liebt“.

Dass das Wirken, seine Bescheidenheit und seine Liebenswürdigkeit lebendig gehalten werden, das wünscht sich Christine Eberle, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats St. Vitus. Ihr Dank gilt allen Beteiligten, besonders dem Stiftschor und den Bläsern, die unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Petersen den Gottesdienst musikalisch bereichert haben.

08.10.18/Dekanat Ostalb/Schwenk

Fotos: Schwenk