Kleine Welt-Veränderer

von Karolin Rufner

Am Projekt „werde WELTfairÄNDERER“ vom Bischöflichen Jugendamt in Wernau (BDKJ) haben die Schüler der Sonnenbergschule Oberkochen als „kleine WELTfairÄNDERER“ teilgenommen.

Voller Vorfreude laufen die etwa 50 SchülerInnen der Sonnenbergschule auf den Spielplatz hinter dem Schulgebäude. In den Händen halten die Jungs und Mädchen einen schwebenden gelben Luftballon. Im Kies zwischen Klettgerüsten wollen sie die Luftballons alle gleichzeitig in den Himmel steigen lassen und hoffen darauf, dass möglichst viele der angeknoteten Karten wieder zurück geschickt werden. Auf die Karten haben die SchülerInnen geschrieben, welch kleinen Teil sie zu einer etwas besseren Welt beitragen wollen.
„Ich möchte weniger Plastiktüten verbrauchen und den Müll trennen“ steht auf der Karte von Benni (15). „Wasser sauber halten“ ist das Vorhaben von Ahmad und Erika (7) möchte die Welt ein bisschen bunter machen und „Blumen säen“.

Die Initiative „werde WELTfairÄNDERER“ vom BDKJ ist ein Programm, das Kinder und Jugendliche darauf aufmerksam machen soll, nachhaltig zu handeln und die Umwelt zu schützen. Anhand verschiedener Workshops wird versucht, den SchülerInnen umweltschützende Werte zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass sie auch als einzelne Person viel in der Welt verändern können.

Die Idee mit der Sonnenbergschule, einer Förderschule in Oberkochen, am Projekt WELTfairÄNDERER teilzunehmen kam Ulrike Balle-Grünbaum, Dekanatsbeauftragte für Schulpastoral beim Dekanat Ostalb. Sie war bereits beim WELTfairÄNDERER-Projekt in Neresheim dabei. Für ihre SchülerInnen passte sie das Programm an die Anzahl der SchülerInnen der kleinen Schule an. Aufgeteilt in fünf Gruppen informierten sich die Kinder und Jugendlichen in einem Morgenkreis und zwei Workshops über die Situation in Entwicklungsländern und die Krankheit Kinderlähmung aber auch darüber, wie sie die Welt ein bisschen „fairändern“ und der Umwelt etwas Gutes tun können.

Vier Wochen lang sammelten die SchülerInnen und LehrerInnen der Sonnenbergschule Plastikdeckel von Pfandflaschen. Mit dieser Aktion unterstützen sie das Projekt des Rotary-Clubs „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“. Stolze 16.000 Deckel wurden in der kurzen Zeit zusammen getragen. „Auch die Familien halfen fleißig“ sagt Aline Lindenberger, Lehrerin an der Sonnenbergschule „Einer der Väter hat nach jeder seiner Schicht die Deckel aller Kollegen eingesammelt“ erzählt sie stolz. 32 Kinder haben durch die Sammelaktion der Sonnenbergschule nun die Möglichkeit auf eine Impfung gegen Kinderlähmung.

Zur Überreichung der Flaschendeckel ist Verena Zauner, Leiterin der Jugendreferate des Dekanats Ostalb und Mitorganisatorin der Sammelaktion, nach Oberkochen gekommen. Zusammen mit den SchülerInnen lässt sie – selbstverständlich ökologisch abbaubare – Luftballons fliegen.

Während die Luftballons zu kleinen gelben Punkten am Himmel werden, nimmt sich Ahmad in Gedanken nochmal ganz fest vor ein kleiner WELTfairÄNDERER zu werden. Und mit ihm alle anderen Schülerinnen und Schüler der Sonnenbergschule.