„Willkommen im Club!“ – Gedanken von Martin Keßler

Ich hoffe Sie hatten alle Feiertage. Hatten Sie, erholsame, geschenkreiche, beschwerliche, freudige, beschwingte, traurige, erfrischende oder gar erfüllte Feiertage? Jedenfalls hoffe ich, Sie wurden von uns Christen nicht genötigt und in Ihrer Freiheit beschränkt. Ich hoffe, Sie hatten trotz unserer Festtage viel Freude mit anderen und konnten Ihr Leben genießen. Wenn Sie sich jetzt wundern, sage ich: „Willkommen im Club!“

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Frohe Ostern!

Ein intensives Erleben der restlichen Kar-Tage und anschließend ein frohes Osterfest – das wünscht Ihnen das Dekanatsgeschäftsstellen-Team: Marianne Denzinger, Martin Keßler, Inge Kreuzer, Tobias Kriegisch und Sibylle Schwenk.

„Auferstehung“ – ein merkwürdiges Wort – von Hochschulseelsorger Romanus Kreilinger

Ostern – das Fest der Auferstehung Jesu! Wir feiern mit bunten Eiern im Osternest, Osterhasen in allen Formen und Farben, Ferien und Urlaubszeit. Aber feiern wir Auferstehung?
Die Botschaft von der Auferstehung hat es schwer in unserer Zeit. „Auferstehung“ – allein schon das Wort ist seltsam genug. In der Alltagssprache kommt es nie vor – und in unserem Alltagsleben? Gehen wir auf Suche:
Ich denke an Menschen, die durch Schicksalsschläge den Boden unter den Füßen verloren haben; die dann tot-traurig, ganz betrübt dahinleben. Vielleicht Trost im Alkohol suchen,  arbeits-und obdachlos werden. Doch plötzlich ereignet sich eine Wende: Eine Begegnung schenkt ihnen neue Hoffnung und Gemeinschaft. Kann das eine Art Auferstehung sein?
Ich denke an die Studentin, die seit einem Missbrauch im Kindesalter Angst vor jeder Berührung hat. Und plötzlich ist die Liebe stärker und sie kann sogar eine Partnerschaft eingehen. Kann das eine Art Auferstehung sein?
Ich denke an Menschen, die in Streit miteinander leben. Paare, Eltern und Geschwister die kein Wort miteinander wechseln. Bis einer das Schweigen bricht, die Hand zur Versöhnung reicht. Das aussichtslose Zusammenleben eine neue Zukunft, einen neuen Sinn bekommt. Kann das eine Art Auferstehung sein?

Ostern das Fest der Auferstehung Jesu! Jesus war tot und lebt wieder – aber nicht so wie vor seinem Tod. Es hat sich was verändert. Etwas Neues ist da, was es vorher nicht gab.
Diese Aussage ist Vielen fremd, erscheint zweifelhaft. Das darf sie auch, wenn sogar die Jünger und Apostel Jesu zunächst ihre Zweifel hatten. Die Auferstehungsbotschaft war zuerst die Botschaft vom leeren Grab, vom Diebstahl des Leichnams – das erschien naheliegender. Die Jünger mussten durch alle Tiefen des Fragens und Zweifeln, der Skepsis und Resignation hindurch, bis die Auferstehung für sie Wirklichkeit werden konnte.
Fragen und Zweifel dürfen sein, denn Auferstehung ist nicht nur ein seltsames Wort, sondern auch eine scheinbar fremde Wirklichkeit. Wir nehmen viel eher unsere Sorgen und Nöte wahr – das täglich Kreuz, das wir zu tragen haben. Es gibt Auferstehungsereignisse aber sicher auch in meinem Leben, doch vielfach haben wir verlernt „Auferstehung“ wahrzunehmen und zu feiern. Auferstehung, ereignet sich.

Auferstehung, ein „merk-würdiges“ Wort,