„Auferstehung“ – ein merkwürdiges Wort – von Hochschulseelsorger Romanus Kreilinger

Ostern – das Fest der Auferstehung Jesu! Wir feiern mit bunten Eiern im Osternest, Osterhasen in allen Formen und Farben, Ferien und Urlaubszeit. Aber feiern wir Auferstehung?
Die Botschaft von der Auferstehung hat es schwer in unserer Zeit. „Auferstehung“ – allein schon das Wort ist seltsam genug. In der Alltagssprache kommt es nie vor – und in unserem Alltagsleben? Gehen wir auf Suche:
Ich denke an Menschen, die durch Schicksalsschläge den Boden unter den Füßen verloren haben; die dann tot-traurig, ganz betrübt dahinleben. Vielleicht Trost im Alkohol suchen,  arbeits-und obdachlos werden. Doch plötzlich ereignet sich eine Wende: Eine Begegnung schenkt ihnen neue Hoffnung und Gemeinschaft. Kann das eine Art Auferstehung sein?
Ich denke an die Studentin, die seit einem Missbrauch im Kindesalter Angst vor jeder Berührung hat. Und plötzlich ist die Liebe stärker und sie kann sogar eine Partnerschaft eingehen. Kann das eine Art Auferstehung sein?
Ich denke an Menschen, die in Streit miteinander leben. Paare, Eltern und Geschwister die kein Wort miteinander wechseln. Bis einer das Schweigen bricht, die Hand zur Versöhnung reicht. Das aussichtslose Zusammenleben eine neue Zukunft, einen neuen Sinn bekommt. Kann das eine Art Auferstehung sein?

Ostern das Fest der Auferstehung Jesu! Jesus war tot und lebt wieder – aber nicht so wie vor seinem Tod. Es hat sich was verändert. Etwas Neues ist da, was es vorher nicht gab.
Diese Aussage ist Vielen fremd, erscheint zweifelhaft. Das darf sie auch, wenn sogar die Jünger und Apostel Jesu zunächst ihre Zweifel hatten. Die Auferstehungsbotschaft war zuerst die Botschaft vom leeren Grab, vom Diebstahl des Leichnams – das erschien naheliegender. Die Jünger mussten durch alle Tiefen des Fragens und Zweifeln, der Skepsis und Resignation hindurch, bis die Auferstehung für sie Wirklichkeit werden konnte.
Fragen und Zweifel dürfen sein, denn Auferstehung ist nicht nur ein seltsames Wort, sondern auch eine scheinbar fremde Wirklichkeit. Wir nehmen viel eher unsere Sorgen und Nöte wahr – das täglich Kreuz, das wir zu tragen haben. Es gibt Auferstehungsereignisse aber sicher auch in meinem Leben, doch vielfach haben wir verlernt „Auferstehung“ wahrzunehmen und zu feiern. Auferstehung, ereignet sich.

Auferstehung, ein „merk-würdiges“ Wort,

 

 

1,2,3, schon ist der Monat vorbei

Jens Spahn, unser Gesundheitsminister hat mich zum Nachdenken über Hartz IV gebracht. Wie lange würde mir der Regelsatz reichen?

Samstag, Wochenendeinkauf ohne alkoholische Getränke 184, 87€. Nun gut, es hätte ja nicht „bio“ sein müssen. Das ist schon Luxus, ein bisschen auf die Umwelt Rücksicht nehmen zu wollen. Komme mir komisch vor, weil ich trotz Umtausch in konventionelle Ware mit 151,35€ deutlich über dem Regelsatzanteil von 36,26€ liege bzw. das Monatsbudget von 145,04€ überschritten habe. Mein Gott, und das muss nun 31 Tage reichen?! Nun tröste ich mich, es ist ja Fastenzeit und etwas Schmalhans schadet mir nicht.

Sonntag, Anruf von einem Freund, ob ich mit ins Kino komme und anschließend noch einen Absacker trinke. „Klar“, sage ich mir, „Teilhabe an der Gesellschaft ist ja ein wichtiges Gut“. Alleine werde ich trübsinnig. 8,55€ das Kino und 7,-€ die Absacker, schon wieder das Budget von 10,35€ gerissen.

Montag, Infekt und Fieber, Apotheke 30,27€, Telefonrechnung 19,99€, Musikunterricht 69,-€€, Stadtwerke 89,00€, 42,-€ Lebensversicherung – jetzt ist der Monat bereits monetär am Ende. Der Kühlschrank ist noch bescheiden gefüllt, Reserven für alle weiteren Verpflichtungen und Wünsche sind keine vorhanden. Drei Tage und schon bin ich am Ende.

„Um Gottes willen!“, denke ich und weiß keine schnelle Lösung. Nur, dass die derzeitige Verteilung der Ressourcen hier in Aalen, im Ostalbkreis, in Deutschland und weltweit Gottes Wille sein soll, glaube ich nicht. Gottes Gerechtigkeit berücksichtigt die Bedürfnisse aller. Es gibt noch viel zu besprechen und vor allem zu tun. Packen wir es beherzt an!

Martin Keßler, Dekanatsreferent

Sternsinger von der Ostalb bei Kanzlerin Merkel

Vier Kinder aus der Kirchengemeinde St. Ulrich in Laupheim-Obersulmetingen vertreten am 8. Januar 2018 die Diözese Rottenburg-Stuttgart beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Die Mädchen und Jungen aus Laupheim-Obersulmetingen hatten sich am Sternsinger-Wettbewerb der 60. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel mit dem Begriff „Stern“ die richtige Lösung gefunden. Bei der Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie das nötige Losglück.

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