Öffentliche Mittagspause

Nächste Öffentliche Mittagspause am 11.12.2019 um 12.00 Uhr:

Adventsliedersingen mit Dekanatskirchenmusiker Thomas Petersen und unserer Schulbeauftragten Ulrike Balle-Grünbaum

Herzliche Einladung !

 

 

 

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Termine 2020

17.03.2020/17.06.2020/24.09.2020/08.12.2020 – jeweils von 12-13.00 Uhr

Was will die Öffentliche Mittagspause?

Kirche mischt sich ein – Kirche im Alltag

Die Öffentliche Mittagspause rückt das Engagement der Kirche durch ihre Einrichtungen ins Bewusstsein der Menschen. Kirche ist mehr als ein Ort, wo Gottesdienst gefeiert wird. Das soziale Engagement der Kirche wird oft gerade nicht mit ihr in Verbindung gebracht. Die Öffentliche Mittagspause ist Treffpunkt. Was die Menschen vor Ort bewegt, soll thematisiert werden. Wie kann man als christlicher Mensch in Fragen des Alltags Halt in der Kirche finden? Dass Kirche sich in Politik und Gesellschaft einmischt und ihren Beitrag für eine bessere Welt leistet, kann in der Öffentlichen Mittagspause durch entsprechende Gäste thematisiert werden. Den Menschen soll um die Mittagszeit – in der Pause – auch etwas Gutes getan werden. Gespräche können während einem Teller Suppe entstehen. Die Mittagspause ist gut genutzt. Kein zusätzlicher „Termin“ oder Zeitaufwand.

Gesamtkoordination und Ansprechpartnerin: Sibylle Schwenk, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Ostalb, Weidenfelder Str. 12, 73430 Aalen, E-Mail: sibylle.schwenk@drs.de

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Veranstaltung am 17.09.2019: Klimaschutz durch Ernährung

…darum ging es in der Öffentlichen Mittagspause am vergangenen Dienstag im Haus der Katholischen Kirche. „Wenn wir alle ganz auf Fleisch verzichten würden, so sagte Öffentlichkeitsreferentin Sibylle Schwenk, „könnten vier Prozent CO2 eingespart werden“.

In einer kurzen Einführung legte Schwenk dar, wie sich der hohe Fleischkonsum in Deutschland, der momentan bei 60 Kilogramm pro Person im Jahr liegt, negativ auf die Umwelt auswirkt. Die intensive Tierhaltung und der damit verbundene Futteranbau beanspruche unter anderem große Teile landwirtschaftlicher Flächen, die so dringend für die Aufforstung gebraucht werden könnten.

Dass es auch ganz ohne Fleisch gehen kann, ließ Dekanatsreferent Tobias Kriegisch wissen. Er sei seit seinem siebten Lebensjahr Vegetarier und vermisse Fleisch und Wurst überhaupt nicht. „Es bedeutet für mich keinen Verzicht“. Cüneyt Fettan vom „Rosmarie“ in Aalen ist zwar kein Vegetarier, doch achtet er mit seinem Team darauf, dass das Fleisch aus ökologischer Zucht und bedarfsorientierter Schlachtung kommt. Zudem könne man mit dem Kauf von regionalen und saisonalen Produkten aktiv Klimaschutz betreiben.

Wie immer bei der Öffentlichen Mittagspause gab es ein leckeres Essen, dieses Mal direkt aus dem „Rosmarie“. Ein vegetarisches Curry mit Karotten, Kürbis und Paprika zeigte, dass es auch mal ohne Fleisch geht.

18.09.2019 – Dekanat Ostalb/Schwenk

Veranstaltung am 23.05.2019: 70 Jahre Grundgesetz

Ein funktionierendes und anerkanntes Gerüst

Öffentliche Mittagspause am Haus der Katholischen Kirche feiert 70 Jahre Grundgesetz

Die Plätze haben fast nicht ausgereicht vor dem Haus der Katholischen Kirche bei der Öffentlichen Mittagspause am vergangenen Donnerstag. Am Tag des 70-jährigen Jubiläums des deutschen Grundgesetzes hatte das Dekanat Ostalb und die Katholische Erwachsenenbildung eingeladen zur Öffentlichen Mittagspause.

Schulklassen aus der Karl-Kessler-Schule und der Justus-von-Liebig-Schule waren der Einladung gefolgt. Bekleidet mit Jubiläums-T-Shirts „70 Jahre Grundgesetz“, die auf der Rückseite mit dem jeweiligen „Lieblings-Artikel“ bestückt waren, hörten die Jugendlichen die Ausführungen von Carmen Venus, der Gleichstellungsbeauftragten des Ostalbkreises und von Rüdiger Walter vom Verein „Gegen Vergessen für Demokratie“.

Moderiert von Betriebsseelsorger Dr. Rolf Siedler und vom Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung, Wilfred Nann, gab es ein kurzes Gespräch über die deutsche „Verfassung“. „Es ist nicht schlimm, dass unser Grundgesetz immer noch keinen Verfassungsrang hat“, beantwortete Carmen Venus die Frage von Rolf Siedler. Das Grundgesetz sei ein funktionierendes Gerüst, das verändert werden könne, weil sich auch die Gesellschaft verändert. Venus erinnerte auch daran, dass die Zeit, in der das Grundgesetz entstanden ist, eine ganz andere war und sich beispielsweise die Rolle der Frau seitdem sehr verändert hat.

Wo er die Demokratie heute gefährdet sehe, wollte Wilfred Nann von Rüdiger Walter wissen. „Die Zunahme von Hass-Sprache und Fake-News halte ich für eine große Gefahr“, meinte Walter. Wie schon zur Zeit der Entstehung des Grundgesetzes vor 70 Jahren gelte es, das Zusammenleben zu gestalten und zu strukturieren. „Dafür haben wir eine gute Grundlage“, wo Walter.

In der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren 25 Dekanaten, stand die Öffentliche Mittagspause unter dem großen Motto: Farbe bekennen für Demokratie und eine offene Gesellschaft. „Wir können stolz sein auf diesen historischen Moment der Unterzeichnung des Grundgesetzes“, begrüßte Öffentlichkeitsreferentin Sibylle Schwenk zu Beginn die Gäste. Nach dem kurzen inhaltlichen Input gab es – wie immer bei der Mittagspause – eine Suppe für die Gäste.

Sibylle Schwenk, Pressereferentin

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Veranstaltung am 26.02.2019: Jugend

Vom Gefühl etwas Gutes zu tun

Einen kleinen Geschmack wie es sich anfühlt, in einer begrenzten Zeit etwas Gutes zu tun, das haben die Besucher der Öffentlichen Mittagspause im Haus der Katholischen Kirche bekommen. Angelehnt an die kommende 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend, haben die Gäste in 7,2 Minuten Müll im benachbarten Stadtgarten gesammelt. „Es ist ganz schön was zusammen gekommen“, berichten Sven Köder und Patrick Grazer vom Jugendreferat.

Das Foyer im Haus der Katholischen Kirche ist gut besetzt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gekommen und auch einige Gäste von außerhalb, darunter Sozialdezernent Josef Rettenmaier und Pfarrer Bernhard Richter von der evangelischen Kirche. In der öffentlichen Mittagspause, die regelmäßig aktuelle Themen, die Kirche und Soziales betreffen, aufnimmt, war dieses Mal die Jugend an der Reihe. Denn: Am 23. Mai fällt der Startschuss für die 72-Stunden-Aktion unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“. „Wir freuen uns sehr, dass sich bereits 20 Jugendgruppen und über 500 Jugendliche angemeldet haben“, berichtet Sven Köder. Daniel Barth vom Jugendreferat in Schwäbisch Gmünd gibt Einblicke in Projekte aus der letzten Aktion im Jahr 2013. Im Gespräch mit Öffentlichkeitsreferentin Sibylle Schwenk, die die Mittagspause koordiniert, lässt Barth wissen, dass es in diesem Jahr erstmals drei verschiedene Varianten geben wird, um an ein Projekt zu kommen. „Get it!“, „Do it!“ und „Connect it“, gehören dazu. Letztere hat in Schwäbisch Gmünd bereits zu einem großen Zusammenschluss mehrerer Jugendgruppen geführt.

Dekan Robert Kloker freute sich über den guten Zuspruch der 72-Stunden-Aktion. Ein Pluspunkt sei eben auch die begrenzte Zeit, die für die Umsetzung eines Projektes zur Verfügung steht. Und genau das übten die Gäste der Mittagspause in kurzen angeleiteten Ideen, die in 7,2 Minuten zur Umsetzung kamen. Verena Zauner vom Aalener Jugendreferat gab die Anweisung dazu.

Nach einem gesungenen Mittagsgebet genossen die Gäste eine leckere, deftige Linsensuppe und Bauernbrot.

27.02.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk

Fotos (Sr. Marie-Catherine Müller): v.l. Dekan Robert Kloker, Verena Zauner, Sven Köder, Patrick Grazer und Daniel Barth.

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Veranstaltung am 21.11.2019: Ökumene und kirchliche Feiertage

Damit die Gesellschaft nicht überhitzt 

Braucht unsere Gesellschaft kirchliche Feiertage noch und was ist der Mehrwert dieser Auszeit mit christlichem Hintergrund? Diesen Fragen stellten sich am Buß- und Bettag die Dekane Ralf Drescher und Robert Kloker. Bei der Öffentlichen Mittagspause im Haus der Katholischen Kirche kamen der evangelische und katholische Dekan miteinander ins Gespräch.

Auch nach dem Austausch an den Stehtischen zwischen Robert Kloker, Ralf Drescher und Dekanatsreferent Tobias Kriegisch, bestand noch Gesprächsbedarf bei den Gästen der Öffentlichen Mittagspause.

Zu dem Format, das seit Beginn des Jahres einmal im Vierteljahr stattfindet, gehört nach einem kurzen inhaltlichen Impuls, der den christlichen Glauben mit seinen Standpunkten in den Alltag bringen soll, auch eine kostenlose Suppe. „Diskutieren sie weiter“, forderte Tobias Kriegisch die Gäste auf.

Davor wollte er wissen, ob kirchliche Feiertage in einer zunehmend säkularen Gesellschaft noch ihre Berechtigung hätten. „Die gemeinsamen, freien Tage sorgen dafür, dass es eine heilsame Unterbrechung unseres Alltags gibt und die Gesellschaft nicht überhitzt“, beschrieb Dekan Kloker bildhaft. Dies sei ganz unabhängig von einer christlichen Motivation. Kirchliche Feiertage hätten einen „idealistischen oder spirituellen Mehrwert“ ergänzte Dekan Drescher. Religiosität brauche Raum. „Die Menschen können an kirchlichen Feiertage eine Auszeit nehmen, um bewusst den Glauben zu kommunizieren“, führte Dekan Drescher aus. Es sei wichtig, dass Christen ihre Botschaft ganz dezidiert auch gegen den Zeitgeist aussagen. „Die Gesellschaft braucht diese Unterbrechungen und auch die Botschaft“, so Drescher weiter. Menschen warteten darauf, dass sich Kirche in Fragen des Alltags positioniere. Deshalb könne der Buß- und Bettag nicht einfach ein „Tag der Selbstreflexion“ sein, wie Kriegisch provozierend anmerkte. Dass es Verbündete brauche, um die Feiertage zu retten, da ist sicher Dekan Kloker sicher. „Für mich bedeutet eine Rettung der Feiertage auch eine Rettung der Menschlichkeit“.

Profil zeigen, christliche Inhalte nach draußen tragen – und das ökumenisch. So fasste Tobias Kriegisch zusammen. Ein klares „Ja“ zu den kirchlichen Feiertagen.

21.11.2018/Dekanat Ostalb/Schwenk

Foto (Schwenk): v.l. Dekan Ralf Drescher, Dekanatsreferent Tobias Kriegisch, Dekan Robert Kloker