St. Martin – mehr als nur ein Mantelteiler

Kinderkirchenteam von St. Maria ist mit einem Beitrag im neuen Buch über St. Martin vertreten

Als der Anruf kam, dass der Stationenweg zum Martinstag zu Papier gebracht und in einem neuen Buch über St. Martin veröffentlicht wird, freuten sich Lucia Sahlmann, Sarah Weber und Stephanie Stirner sehr über die große Wertschätzung. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagen die drei Frauen des Kinderkirchenteams von St. Maria. Umso größer ist die Freude nun Teil eines Werkes zu sein, das am Martinstag von den Herausgebern der Martinus-Gemeinschaft, dem Religionspädagogischen Institut und pax christi Rottenburg-Stuttgart im Beisein von Bischof Dr. Gebhard Fürst vorgestellt wird.

Pandemiebedingt musste im letzten Jahr das Martinsspiel ausfallen. Deshalb haben sich die drei Frauen des Kinderkirchenteams überlegt, was sie anbieten könnten. „Wir haben das Leben des Heiligen Martin in unterschiedlichen Stationen dargestellt, und zwar über das bekannte Mantel teilen hinaus“, erklärt Sarah Weber. Der Start war am Wanderparkplatz Weiße Steige und führte hin zur Kirche St. Elisabeth, wo die Kinder ein Licht am Altar aufstellen konnten. Dass die Stationen St. Martin von verschiedenen Seiten her beleuchteten und zum selber Tun eingeladen hatten, das gefiel besonders einer Teilnehmerin sehr gut: Judith Dirk aus Aalen war begeistert von dem Stationenweg und stellte ihn als Mitarbeiterin bei pax christi vor. Dort wurde gerade das neue Buch auf den Weg gebracht, gemeinsam mit der Martinusgemeinschaft und dem RPI Stuttgart.

 

Unter dem Titel „Es ist mir nicht erlaubt zu kämpfen – St. Martin: Mantelteiler.Kriegsdienstverweigerer.Friedensstifter wurde am 11. November 2021 die neue Publikation der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie legt den Schwerpunkt auf weniger bekannte Aspekte von Martins Leben und Wirken: seine Abkehr vom Soldatendienst in der Armee des römischen Kaisers, sein Auftreten als Streitschlichter, und sein Einsatz für Andersdenkende. „Mit anderen Worten: Martin als Vorbild für gewaltfreies Handeln, gegen den Einsatz von Waffengewalt und für ein friedliches Zusammenleben“, sagt Judith Dirk.

 

Das zentrale Anliegen der Publikation ist es, neue Anregungen zur Bedeutung des Martinsgedenkens heute zu geben und neben historischen Hintergründen vor allem pädagogische Materialien für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung zu stellen. Menschen, die sich in Kirchengemeinden und darüber hinaus mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit der Martinsüberlieferung beschäftigen, werden neue Impulse und Ideen an die Hand gegeben, um St. Martin ein Stück weit neu zu entdecken und für die Aktualität seiner Botschaft heute zu sensibilisieren.

„Für uns vor Ort ist es wichtig, den Friedensgedanken in unsere Kinder zu legen“, fasst Judith Dirk zusammen, „damit wir die Friedensstifter von morgen bekommen“.

 

11.11.2021/Dekanat Ostalb/Sibylle Schwenk

 

Foto (Schwenk): v.l. Lucia Sahlmann, Stephanie Stirner, Judith Dirk und Sarah Weber.

 

 

Info: Am 21. November gibt es von 14.00 bis 16.00 Uhr in St. Maria tolle Ideen vom Kinderkirchenteam zum Heiligen Franziskus und zu St. Elisabeth. Am 5. Dezember findet einer Kinderkirche zur Heiligen Barbara statt. Das Kinderkirchenteam sucht neue Mitarbeitende. Interessierte wenden sich bitte an das Pfarrbüro.

 

Die Publikation „Es ist mir nicht erlaubt zu kämpfen – St. Martin: Mantelteiler.Kriegsdienstverweigerer.Friedensstifter“ gibt es als PDF zum Download auf den Homepages:

https://www.rottenburg-stuttgart.paxchristi.de/

http://www.martinuswege.de/martinusgemeinschaft.php

https://www.rpi-stuttgart.de/