Spirituelle Spurensuche zum Todestag von Pater Philipp Jeningen

Am Sonntag, 2. Februar findet in der Kirche und im Gemeindehaus Heilig Geist die 12. historisch-spirituelle Spurensuche der „action spurensuche“ anlässlich der Feierlichkeiten zum Todestag von Philipp Jeningen (+ 8. Februar 1704) statt. Bisher wurden unter anderem die Kapfenburg und das Schloss ob Ellwangen, Hohenstadt und die Dietersbacher Kapelle in Röhlingen besucht. Dazu traten als Zielorte das Jesuitenkolleg in Ellwangen und die Schönenbergkirche. Unter dem Motto „Mit Pater Philipp im Ellwanger Klosterfeld“ stehen in diesem Jahr die Philipp-Jeningen-Bilder von Sieger Köder im Mittelpunkt.

2020_01_27_Todestag Philipp Jeningen 2020 Plakat

 

Um 17.00 Uhr ist Auftakt mit einem Abendgebet in der Ellwanger Heilig-Geist-Kirche. In einer Besinnung entfaltet Dr. Wolfgang Steffel, wie Jeningens Entschiedenheit für Armut und Demut sein Herz für Gott und die Nöte der Mitmenschen weitete. Unter dem Leitwort „Glaube weiter und bereiter“ werden dabei auch die Glasfenster Sieger Köders aus dem Heilig-Geist-Zyklus der Kirche einbezogen: „So wie wir den heiligen Franz von Assisi mit der Armut tanzen sehen, fand auch Philipp Jeningen seinen Glaubensschwung aus der Haltung innerer und äußerer Armut.“ Die anderen Glasfenster erzählen ebenfalls von der Weite des Glaubens aus der Kraft des Geistes.

Nach einem Imbiss im Gemeindehaus erschließt Hermann Sorg um 18.30 Uhr die Philipp-Jeningen-Bilder von Sieger Köder, darunter die Glasfenster zur Stadtgeschichte im Giebel der Heilig-Geist-Kirche. Als enger Weggefährte Sieger Köders legt er einen besonderen Akzent auf dessen Auseinandersetzung mit dem Volksmissionar Philipp Jeningen, den Sieger Köder zeitlebens verehrte und dem er im Todestag unmittelbar folgte (9.2.2015). Ein von ihm oft gemaltes Philipp-Bild ist das vom Schatten des Bußkreuzes am Fuße des Schönenberges durchkreuzte Gesicht des Jesuitenpaters. Sieger Köder sagte: „Wenn ein Mensch heute bei Sonnenaufgang unter dem Kreuz am Schönenberg stünde, könnte ein guter Fotograf das heute genau so noch einmal fotografieren: den Schatten des Kreuzes auf dem Gesicht eines Wanderers. Doch eigentlich meine ich einen anderen Schatten, den keine Kamera einfangen kann.“ Diese von ihm selbst „Standardbild“ genannte Darstellung des Paters findet sich auch in der Heilig-Geist-Kirche.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt frei. Informationen gibt es beim Pfarramt St. Vitus, Tel.: 07961/3535, E-Mail: stvitus.ellwangen@drs.de und unter www.action-spurensuche.de.

Weitere Programmpunkte zum Todestag Philipp Jeningens

Am Freitag, 7. Februar, 18 Uhr startet das 24-Stunden-Gebet am Grab Jeningens in der Liebfrauenkapelle der Basilika St. Vitus in Ellwangen mit einer feierlichen Vesper. Auch die Komplet um 22.30 Uhr, die Laudes am nächsten Morgen um 6.30 Uhr, das Mittagsgebet um 12 Uhr, ein Rosenkranz um 15.30 Uhr und die Abschlussvesper um 17 Uhr werden besonders gestaltet. Für die Stunden dazwischen können sich Interessierte beim Pfarramt St. Vitus als Verantwortliche melden. Abschluss ist der Festgottesdienst am Samstag, 8. Februar, 18 Uhr in der Basilika mit dem Festprediger Eberhard von Gemmingen, der in einem Buch Philipp Jeningen sagen lässt: „Fragt euch, wie ihr den Glauben weitergeben könnt, damit Ellwangen nicht eines Tages ein Museum des Christentums ist!“