Kinder(t)räume ganz konkret

Was wünschen sich Kinder? Wie könnte ihr Wohlfühlort aussehen? Und was wollen sie den Erwachsenen sagen? Antworten darauf geben große Leinwände, momentan zu sehen im Foyer des Aalener Rathauses. Oberbürgermeister Thilo Rentschler hat die Ausstellung eröffnet und zeigte sich begeistert: „So schön kann unser Rathaus sein“.

Aalen . „Kinder(t)räume – genau hingeschaut“ lautete das große Thema der gemeinsamen Werkstatt des Katholischen Kinder- und Familienzentrums St. Franziskus, des Evangelischen Kindergartens Peter und Paul sowie des Treffpunkts Rötenberg. „Unsere Kinder waren begeistert bei der Sache und haben die Dinge auf den Punkt gebracht“, berichtet die Leiterin von St. Franziskus, Kathrin Hahn. Und wie sollen die Kinder-Räume denn nun aussehen? Auf den Leinwänden zu sehen sind Wünsche nach einem eigenen Zimmer, nach einem Spielbereich zu Hause, es könnte ein Freibad sein auf dem Rötenberg oder dass der Sportplatz dort eine Beleuchtung bekommt. „Wir werden das Thema verfolgen“, versprach der OB.

Auch Kritisches findet sich auf den Bildern wieder. „Wir finden es unfair, dass wir Kinder den Müll von Erwachsenen aufräumen müssen, obwohl das unser Spielplatz ist“, steht da geschrieben.

Die Aktion „Kinder(t)räume“ wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ durchgeführt. Kirsten Helmecke, Leiterin des Treffpunkts Rötenberg, sagt dazu: „Allein der Prozess des Malens und die Entscheidung der Kinder, welche Motive auf die Leinwand sollen, war ein demokratischer Prozess“. Nicht derjenige, der am lautesten schreit bekommt den Platz, sondern der oder die mit den besten Ideen.

Die Kinder sind allesamt stolz auf ihre Werke. Sie sind noch bis zum 11. Dezember im Rathaus zu sehen.

04.12.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk