Ein Leuchtfeuer der Nächstenliebe

Bis auf den letzten Platz belegt war die Kapelle im Gebäude St. Elisabeth am Donnerstagabend. Dort hat Dekan Robert Kloker gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Caritas-Wohnungslosenhilfe und Gemeindemitgliedern einen Gottesdienst zu Ehren der Patronin des Hauses, der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231) gefeiert. 

Dekan Kloker schaute in seiner Predigt auf das Leben der außergewöhnlichen Heiligen. Elisabeth heiratete bereits mit 14 Jahren den Landgrafen Hermann von Thüringen. „Mit 19 Jahren war sie bereits Witwe“, führte Dekan Kloker aus. Sie verkaufte ihren Reichtum, um Armen und Kranken zu helfen. „Obwohl Elisabeth bereits mit 24 Jahren verstorben ist hat sie in dieser kurzen Zeit ein Leuchtfeuer der Nächstenliebe entzündet“. Ihr Wirken stehe bis heute beispiellos in der Nachfolge des Heiligen Franziskus. Trotz ihres kurzen, von Entbehrungen und schweren Lebensumständen geprägten Lebens, habe sie sich ganz auf Gott eingelassen und auch stets eine heitere Atmosphäre verbreitet.

Nach dem Gottesdienst, der von einem Bläserduo begleitet wurde, dankte der Leiter des Caritas-Dienstes Wohnungslosenhilfe, Wolfgang Lohner, allen, die den Gottesdienst gestaltet hatten und lud in die Wärmestube des Hauses ein, um gemeinsam zu essen.

Traditionell werden in St. Elisabeth, das mit verschiedenen Angeboten für wohnungslose Menschen da ist, drei Gottesdienste im Jahr gefeiert. Der nächste wird an Heilig Abend stattfinden.

Sibylle Schwenk, Pressereferentin

Foto (Schwenk): Dekan Robert Kloker feierte in der Caritas-Einrichtung für Wohnungslose, St. Elisabeth, einen Gottesdienst zum Gedenktag der Heiligen Elisabeth von Thüringen.