„Ich bin fasziniert von diesem Jesus“

Ein großes Glaubensfest hat am Sonntagnachmittag unsere Seelsorgeeinheit Oberes Kochertal gefeiert. Nach zweieinhalbjähriger Vakanz bekommen die Gemeinden in Abtsgmünd, Pommertsweiler, Hohenstadt und Untergröningen wieder einen Pfarrer. Dekan Robert Kloker setzte Pfarrer Jürgen Kreutzer im Beisein von 20 Priesterkollegen und Diakonen, darunter auch Domkapitular Regens Andreas Rieg, ein.

„Ich bin fasziniert von diesem Jesus“, sagte Pfarrer Jürgen Kreutzer in seiner Predigt der ersten gemeinsamen Eucharistiefeier. Jesus sei der Grund seiner Berufung. Er gebe Sinn und Halt im Leben. Das habe der erst 39-jährige Geistliche am eigenen Leib erfahren. Als Spätberufener schlug er erst im Alter von 28 Jahren die Priesterlaufbahn ein. Geboren und aufgewachsen im oberschwäbischen Riedlingen, empfing Kreutzer die Priesterweihe im Jahr 2015 in Ellwangen und leistete seine Vikarsjahre in der Seelsorgeeinheit Unteres Brenztal, sowie im Dekanat Göppingen/Geislingen. Davor arbeitete Jürgen Kreutzer als Landwirtschaftsmeister. Dass der neue Pfarrer auch sehr musikalisch ist, zeigte der Beginn seiner Predigt: „Ich würde gerne mit ihnen das Bussen-Lied singen“, lächelte der Pfarrer und fand einige Mitsängerinnen und -sänger in der großen Gemeinde.

Dekan Robert Kloker führte Pfarrer Jürgen Kreutzer offiziell in sein Amt ein und übergab ihm, gemeinsam mit der Gewählten Vorsitzenden der Gemeinde St. Michael Abtsgmünd, Gisela Rieck, den Schlüssel in Form eines gebackenen Hefezopfes. Gisela Rieck war es auch, die die Ernennungsurkunde von Bischof Dr. Gebhard Fürst verlas.

Bereits im Vorfeld hätten sie und ihre Kollegen im Amt, die Gewählten Vorsitzenden Gaby Förstner (Untergröningen), Hanno Kruger (Pommertsweiler) und Dr. Martin Häußermann (Hohenstadt), den neuen Pfarrer als einen engagierten Menschen kennengelernt. „Ich wünsche ihnen eine glückliche Hand und den Mut, die richtigen Worte zu finden“, so Gisela Rieck. Mit aller Kraft würden Sie ihn alle dabei unterstützen.

Lobende Worte mit dem Blick zurück gab es auch von der Gewählten Vorsitzenden aus der Gemeinde St. Maria Geislingen, Marlene Wahl. „Wenn jemand schnell wie der Wind an ihnen vorbeisaust, dann ist das sicher ihr neuer Pfarrer, der mal wieder in Zeitnot ist“, scherzte sie.

Den Blick zurück richtete auch der Dekan. Er dankte Pfarrer Ludwig Heller, der in der Zeit der Vakanz die Administration der Seelsorgeeinheit innehatte und Pfarrvikar Johnny Mariamkeril aus Hohenstadt. Seinen besonderen Dank richtete er an die Gewählten Vorsitzenden: „Im Namen des Dekanats möchte ich ihnen danken und wünsche ihnen, dass sie noch mehr in dieser flächenmäßig so großen Seelsorgeeinheit zusammenrücken“.

08.09.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk