„Eine Kirche mit Humor und Lächeln“

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Katholische Seelsorgeeinheit Ellwangen bietet das Gespräch auf dem Marktplatz an. Aktion markiert den Start des Wandlungsprozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

Was erwartest Du von Deiner Kirche? Was ist Kirche für Dich? Mit diesen und noch weiteren Fragen zu Kirche und Glauben hat sich die katholische Seelsorgeeinheit Ellwangen am Samstagmorgen auf den Marktplatz gestellt. Direkt vor der Basilika St. Vitus konnten die Menschen nicht nur Kürbisse und Karotten einkaufen, sondern auch Vorstellungen äußern, wie sie sich Kirche heute vorstellen. Mitglieder aus den Gemeinden St. Vitus, St. Wolfgang, Heilig-Geist und St. Patrizius Eggenrot, waren gemeinsam mit Pfarrer Michael Windisch vor Ort und luden zum Gespräch ein.

„Ich wünsche mir eine kommunikative Kirche mit Humor und Lächeln“. Oder: „Kirche ist für mich Ruhepol, Kraft, Überzeugung“. So oder ähnlich sind die Aussagen, die auf den Stelltafeln von Marktbesuchern notiert wurden. Natürlich sind auch kritische Stimmen dabei. Man wünscht sich die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Ehen und mehr Menschen in den Kirchenbänken. Außerdem stehen für Sonntagvormittag spätere Gottesdienstzeiten auf den Wunschlisten. „Wir müssen jetzt die Aussagen auswerten und dann sehen, was wir davon umsetzen können“, sagt Pfarrer Michael Windisch.

Der Wandlungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, der in der ganzen Diözese Rottenburg Stuttgart ausgerufen ist, gibt dafür den Rahmen. Kirche möchte raus aus ihren Mauern, mitten unter die Menschen, ihre Bedürfnisse sehen und danach handeln. Und „Kirche an vielen Orten gestalten“ heißt dann eben auch, sich auf den Marktplatz stellen und hören, wie es mitten in Ellwangen aussieht. „Wir haben diese Idee in dem so genannten Prozessteam entwickelt“, berichtet Pfarrer Michael Windisch. Der gemeinsame Ausschuss aus den vier Gemeinden der Seelsorgeeinheit hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ganzen Wandlungsprozess umzusetzen. Und das mit dem Ziel, wieder mehr Menschen in Glaubensfragen zu erreichen.

Eine kommunikative Kirche mit Humor und Lächeln. Bei den vielen Gesprächen, die zwischen den Marktständen am Samstagvormittag stattgefunden haben, wurde genau das umgesetzt. Der erste Schritt ist getan.

 

2016-10-16/Dekanat Ostalb/Schwenk