Abschied von unserem Pius

Es war eine lange Zeit und es war eine gute Zeit. Heute verabschiedete die Seelsorgeeinheit Aalen und das Dekanat Ostalb  Dr. Pius Angstenberger. Die große Salvatorkirche war bis auf den letzten Platz besetzt und noch viele mehr drängten in die Kirche, um von „ihrem Pius“ Abschied zu nehmen. „Wir lassen dich ziehen, lieber Pius, und wünschen Dir von Herzen den Segen Gottes für Deinen Neuanfang“, sagte Domkapitular Dr. Heinz-Detlef Stäps. Er sprach damit aus den Herzen der vielen Tausend Gläubigen der Ostalb einschließlich der Ehrengäste.

Menschen segnen statt verachten

Dekan Dr. Pius Angstenberger zur Rede  von Thüringens AFD-Chef Björn Höcke
Es schockiert mich sehr, dass von Politikern in Deutschland und auf der Weltbühne in den letzten Monaten immer wieder völkisch rechtsradikale, antisemitische, rassistische und die Gesellschaft spaltende Gedanken geäußert wurden. Spaltung und Ausgrenzung von gesellschaftliche Gruppen, Nationen, Kulturen und Religionen scheint hier zum Programm gemacht zu werden.

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Abschied im Regionalen Bündnis für Arbeit

Im Rahmen der Vorstandssitzung des Fördervereins Regionales Bündnis für Arbeit e.V. wurde Dekan Dr. Pius Angstenberger verabschiedet. Angstenberger verlässt das Dekanat Ostalb und wechselt im Frühjahr ins Dekanat Ludwigsburg.

„Sie sind ein Mann der ersten Stunde“, würdigte Landrat Klaus Pavel den Mitgründer des Fördervereins. Gemeinsam mit den evangelischen Kirchengemeinden und dem Landkreis fand das Regionale Bündnis im Januar 1997 seinen Anfang und setzte Impulse, die „in den Landeskirchen, der Sozialpolitik und in den Ministerien wahrgenommen werden“, führte Pavel aus. Zwei überragende Persönlichkeiten hätten das Bündnis von Anfang an geprägt: Pfarrerin Ursula Richter, die jetzige Dekanin von Schwäbisch Gmünd und Dekan Dr. Pius Angstenberger. Gemeinsam hatten die beiden den Förderverein geführt und alternierend den Vorsitz übernommen. An die Stelle von Pfarrerin Richter trat Pfarrer Ulrich Marstaller. Von katholischer Seite aus wird man sich im Leitungsteam des Dekanats um die Nachfolge von Dr. Angstenberger kümmern.

In der Vorstandssitzung ging es zudem um die künftige Profilierung des Vereins. Weiterhin will man Menschen qualifizieren und in eine Arbeit bringen. Dabei wird in Zukunft der Fokus auf die Hinführung von Strukturen der Arbeitswelt liegen.

„Ich werde auch weiterhin dem Bündnis treu bleiben“, versprach Dekan Angstenberger. Denn: „Wir setzen hier im Kreis damit ein aktives Zeichen für Menschen in Arbeitslosigkeit“.