Sternwallfahrt der Kommunionkinder

Sie alle bereiten sich momentan auf ihre Erstkommunion vor: Jungs und Mädchen aus dem ganzen Dekanat. Mit und ohne Behinderungen. Sich gemeinsam auf den Weg zu machen und dabei die Schätze des Glaubens zu entdecken, ist das Ziel der Sternwallfahrt am vergangenen Samstag in Ellwangen gewesen. Knapp 70 Kinder sind der Einladung der Seelsorgestelle gefolgt, die sich im Dekanat Kindern mit Handicap zuwendet.

Was bedeuten die Perlen an einem Rosenkranz? Warum hat Schwester Judith so ein komisches Gewand an? Und was ist eigentlich ein Apostel? „Die Kinder sind neugierig und sehr aufgeschlossen“, sagt Sandra Weber, die gemeinsam mit Irmgard Wiest seitens des Dekanats die Sternwallfahrt vorbereitet hat. Bereits zum dritten Mal machen sich die Kommunionkinder in Ellwangen auf den Weg, um die Schätze des Glaubens zu entdecken und auch der Frage nachzugehen, wie man nun „Gott zu den Menschen bringen kann“.
„Wenn Menschen vom Glauben erzählen, dann ist Gott dadurch bei ihnen“, erklärte Pfarrer Michael Windisch in der Kirche St. Wolfgang. Dort feierte er mit den Kindern eine Andacht und Schwester Judith von den Anna-Schwestern erzählt aus ihrem Leben und davon, weshalb sie ein Ordensgewand trägt. Mit großen Augen und gespitzten Ohren hören die Kinder zu. Dass ein paar von ihnen mit Handicap unterwegs sind, fällt gar nicht auf.
Zuvor waren die Kids gemeinsam mit ihren Begleiterinnen am Bahnhof in Ellwangen gestartet. Zu Fuß und gut gelaunt ging es trotz eisiger Temperaturen in die Basilika St. Vitus. Dort entdeckte man einige Heilige und Apostel. Die nächste Station bildete die Marienkirche. Das Wort „Rosenkranz“ galt es zusammenzufügen. „So was hat meine Oma auch“, bestätigten sich die Kinder gegenseitig. Vielleicht kommt das eine oder andere mit der Oma darüber ins Gespräch.
Schätze des Glaubens können spannend, interessant und abenteuerlich sein. So wie der bunte Kommunionkinder-Tross durch Ellwangen. Mit Kindern mit und ohne Behinderung – und mit der Lust, immer noch mehr dieser besonderen Schätze kennenzulernen.

Kath. Dekanat Ostalb/Sibylle Schwenk/14.03.2016