Tauffamilien treffen sich in der SE Unterschneidheim

Die Turn- und Festhalle Zöbingen war am Samstagnachmittag mit ganz besonderen Gästen gefüllt: 96 Täuflinge der Seelsorgeeinheit Unterschneidheim freuten sich mit ihren Eltern und Taufpaten über ein buntes Treffen im Zeichen eines christlichen Lebens. Den kleinen Holzfisch mit dem jeweiligen Namen des Täuflings übergab Pfarrer Francesco Antonelli.

Unterschneidheim-Zöbingen . „Irgendwann werden die Kleinen gemeinsam einen Schulabschluss machen, und hier begegnen sie sich alle zum ersten Mal“, sagt André Weißenburger, Vater des kleinen Theo. Vor nicht allzu langer Zeit wurde Theo in die Gemeinde als Täufling aufgenommen. Und mit ihm in den vergangenen zwei Jahren 95 weitere Kinder. „Als Symbol der Aufnahme in die Gemeinde wird für jeden Täufling ein kleiner Holzfisch mit Kerze, Namen des Täuflings und mit dem Taufdatum entzündet“, erklärt Pfarrer Antonelli. „Diese Kerze brannte dann neben der Taufkerze in jedem Sonntagsgottesdienst.“
Jetzt bekamen die Täuflinge ihren Fisch zurück und können ihn zu Hause als Erinnerung an die Taufe anzünden. „Das werden wir sicher oft tun“, meint Eva Weißenburger. Auch Töchterchen Klara hat einen Fisch bekommen.
Das so genannte „ICHTHYS“-Symbol wurde von den ersten Christen als Erkennungszeichen verwendet. Es besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen. Eine Person zeichnete einen Bogen in den Sand, die andere vollendete das Symbol mit dem Gegenbogen und bekannte sich damit als Christ.
„Dieses Treffen ist eine gute Gelegenheit, dass sich die jungen Familien in unserer Seelsorgeeinheit besser kennenlernen“, ist Pfarrer Antonelli überzeugt.
Übrigens: In 2014 waren in der Seelsorgeeinheit Unterschneidheim „Marie“ und „Paul“ die Favoriten unter den Namen. In 2015 setzten sich „Leonie“ und „Luis“ als beliebteste Namen an die Spitze.

18.04.2016/Dekanat Ostalb/Schwenk
Foto(Schwenk): Die Familie Weißenburger (v.l. Eva, Klara, André mit Theo und Taufpate Christian) freut sich über das Treffen der Tauffamilien in der Seelsorgeeinheit Unterschneidheim.

Sternwallfahrt der Kommunionkinder

Sie alle bereiten sich momentan auf ihre Erstkommunion vor: Jungs und Mädchen aus dem ganzen Dekanat. Mit und ohne Behinderungen. Sich gemeinsam auf den Weg zu machen und dabei die Schätze des Glaubens zu entdecken, ist das Ziel der Sternwallfahrt am vergangenen Samstag in Ellwangen gewesen. Knapp 70 Kinder sind der Einladung der Seelsorgestelle gefolgt, die sich im Dekanat Kindern mit Handicap zuwendet.

Was bedeuten die Perlen an einem Rosenkranz? Warum hat Schwester Judith so ein komisches Gewand an? Und was ist eigentlich ein Apostel? „Die Kinder sind neugierig und sehr aufgeschlossen“, sagt Sandra Weber, die gemeinsam mit Irmgard Wiest seitens des Dekanats die Sternwallfahrt vorbereitet hat. Bereits zum dritten Mal machen sich die Kommunionkinder in Ellwangen auf den Weg, um die Schätze des Glaubens zu entdecken und auch der Frage nachzugehen, wie man nun „Gott zu den Menschen bringen kann“.
„Wenn Menschen vom Glauben erzählen, dann ist Gott dadurch bei ihnen“, erklärte Pfarrer Michael Windisch in der Kirche St. Wolfgang. Dort feierte er mit den Kindern eine Andacht und Schwester Judith von den Anna-Schwestern erzählt aus ihrem Leben und davon, weshalb sie ein Ordensgewand trägt. Mit großen Augen und gespitzten Ohren hören die Kinder zu. Dass ein paar von ihnen mit Handicap unterwegs sind, fällt gar nicht auf.
Zuvor waren die Kids gemeinsam mit ihren Begleiterinnen am Bahnhof in Ellwangen gestartet. Zu Fuß und gut gelaunt ging es trotz eisiger Temperaturen in die Basilika St. Vitus. Dort entdeckte man einige Heilige und Apostel. Die nächste Station bildete die Marienkirche. Das Wort „Rosenkranz“ galt es zusammenzufügen. „So was hat meine Oma auch“, bestätigten sich die Kinder gegenseitig. Vielleicht kommt das eine oder andere mit der Oma darüber ins Gespräch.
Schätze des Glaubens können spannend, interessant und abenteuerlich sein. So wie der bunte Kommunionkinder-Tross durch Ellwangen. Mit Kindern mit und ohne Behinderung – und mit der Lust, immer noch mehr dieser besonderen Schätze kennenzulernen.

Kath. Dekanat Ostalb/Sibylle Schwenk/14.03.2016