Der Schlüssel zu einer lebensnahen Kirche

Kirchenentwicklung geht weiter – unter diesem Titel stand die zweitägige Fortbildung des Instituts für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats Ostalb haben aus dem Kloster Untermarchtal gute Gedanken und Inspirationen für die künftige Arbeit der Kirche in der Region mitgenommen.

 

„Das ist eine gute Idee“. Diesen Satz hörte man nicht selten bei der so genannten „Wandlungsfortbildung“. Wandlung deshalb, weil der Kirchenentwicklungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ eine Wandlung auslösen, Innovationen möglich machen soll. In über 20 Fortbildungseinheiten werden alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der  Diözese diese Fortbildung durchlaufen.

„Kirchenentwicklung ist komplex und erfordert das Experiment“, ließ Professor Dr. Bernhard Spielberg, Pastoraltheologe in Freiburg wissen. Im Interview mit Diözesanmitarbeiterin Christiane Bundschuh-Schramm ermunterte er die insgesamt 64 Teilnehmer neue Schritte und Konzepte zu wagen.

Bundschuh-Schramm und der Leiter des Instituts für Fort- und Weiterbildung, Professor Dr. Thomas Fliethmann, haben für die kirchlichen Mitarbeiter ein sehr ansprechendes Programm erarbeitet, das neben dem Austausch eigener Glaubens- und Arbeitserfahrungen auch den Blick über den Tellerrand hinaus förderte.

So standen die Vorstellung innovativer, liturgischer Konzepte oder auch das Hineinschnuppern in gelungene Projekte vieler Gemeinden und Seelsorgeeinheiten auf der Tagesordnung. In Diskussionsrunden wurde deutlich, dass die Wahrnehmung der Menschen in ihrem Alltag und die enge Orientierung kirchlicher Konzepte daran, der Schlüssel zu einer neuen, frischen und lebensnahen Kirche sein kann.

Die Fortbildungsleiter stellten auch die Reform der Kirchengemeindeordnung, die zum 1. März 2019 in Kraft tritt, vor. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die verstärkte Partizipation, also die Teilhabe und Teilgabe von Ehrenamtlichen an der Kirchenleitung.

In Teams konnten die Fortbildungsteilnehmer die Arbeit mit so genannten „Beteiligungs-Leinwänden“ ganz konkret üben. Jede Gruppe stellte ein zeitnah anstehendes Projekt in den Mittelpunkt, und gemeinsam entwickelte man die verschiedenen Aspekte von Beteiligung.

Der zweite Tag gehörte Werkstätten von verschiedenen Fachbereichen der Stabstelle „Entwicklung“ von Generalvikar Dr. Clemens Stroppel.

Besonders großen Anklang fanden zwei Workshops zum Kirchenentwicklungsprozess mit den Dekanatsreferenten Dr. Wolfgang Steffel aus Ulm und Tobias Kriegisch aus Aalen. Sie standen für aktuelle Fragen zum Prozess vor Ort zur Verfügung. In lebhaften Diskussionen tauschte man sich aus.

24.01.2019/Dekanat Ostalb/Schwenk