40 Jahre Telefonseelsorge – Veranstaltung mit Viktor Staudt 21. Juni 18.00 Cafe Rosmarie Aalen

 „Wenn es nur eine Person gibt, die nach der Lektüre des Buches zu sich sagt: ‚Ich glaube, ich werde mich doch nochmal auf die Suche nach Hilfe begeben‘, dann hat es sich schon gelohnt“. Das sagt Viktor Staudt, Autor des Buches „Die Geschichte meines Selbstmordes“.

Am 21. Juni ist er um 18.00 Uhr Gast der Telefonseelsorge sowie des Katholischen Dekanats Ostalb und wird aus seinem Buch lesen. Anschließend wird er mit den Gästen ins Gespräch kommen. Viktor Staudt, Überlebender eines Bahnsuizids, hat mit seinem Buch das Thema Angstzustände und Depression bis hin zum Selbstmordversuch aus der Tabuzone geholt. Er ist seitdem gefragter Gast in verschiedenen Fernseh- und Radiosendungen.

2018 06 21_Plakat Staudt

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Fachkraft gesucht

von Angelika Keßler, St. Loreto: 

Können Sie Ungerechtigkeit, Schuld, Freude und Hoffnung erkennen? Können Sie Ihre Standpunkte, auch religiöse benennen? Können Sie scheinbar einfache Fragen als philosophische oder religiöse ernst nehmen und Horizonte eröffnen? Können Sie in Riten den Alltag in tiefere Dimensionen heben? Wenn ja, dann sind Sie ein religionssensibler Mensch. Dann können andere an ihrer Haltung ablesen, was sie vom Leben halten und ihr Verhalten spricht Bände.

Religionssensible Erziehung ist eine (der vielen) Schlüsselqualifikationen von Erzieherinnen in unserer bunten und multikulturellen Gesellschaft. Wenn wir heute in diesem Bereich eine Fachkraft suchen und ausbilden, dann gehört dazu, einen eigenen reflektierten Standpunkt zu haben, andere mit ihren Bedürfnissen und in ihren Lebensentwürfen zu fordern und zu fördern, Achtsamkeit zu entfalten und Achtung entgegen zu bringen. Denn für eine bessere Gesellschaft brauchen wir – in Gottes Namen – mehr denn je reflektierte, ethisch handelnde, spirituelle verortete und tolerante Menschen.

Der Grundstein dafür wird wie immer bei den Kindern gelegt. Denn nur geliebte und geachtete Kinder werden zu liebenden und achtsamen Erwachsenen.

Zurecht starten deshalb der Bund, die Länder und auch unsere Kommunen derzeit eine neue Offensive: Fachkraft gesucht. Genügen wird dies nicht, denn für diese Zukunftsaufgabe müssen alle gesellschaftlichen Kräfte an einem Strang ziehen. Es kommt auf uns alle an. Wir müssen Eltern und Erzieherinnen, Lehrer und Professorinnen mit aller Kraft ernst und wichtig nehmen, damit sie in unserem Namen – und in Gottes Namen – Vorbild sein und durch ihr Verhalten Halt geben können. Wir müssen gemeinsam einen leuchtenden Gegenentwurf leben und hochhalten, der den Qualen und Grausamkeiten an Kindern, wie sie in dieser Woche im dunklen Bericht der Kinderhilfe und des Bundeskriminalamtes genannt sind, ein Ende bereitet.

Werden wir Unterstützer/in für das Überleben von Offenheit, Buntheit, Demokratie und Glaube. Werden wir Fachkraft, Patin und Pate, für eine religionssensible oder einfach lebenssensible Gesellschaft.

Fachkräfte werden gesucht. Gott sei Dank werden Sie gefunden.